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Vorbilder der Weiterbildung 2021 geehrt

Unsere Schirmherrschaften hatten die diesjährigen Preisträger zur Auszeichnung in ihre Ministerien eingeladen. Dass dies ein außergewöhnliches Jahr ist, lässt sich an den Fotos unschwer erkennen. Denn die traditionellen Gruppenfotos konnten natürlich nicht entstehen.

Feierlich ging es bei den Preisverleihungen im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) sowie im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) dennoch zu. Bundesminister Hubertus Heil und Bundesministerin Anja Karliczek nahmen die Ehrungen persönlich vor.

Bundesminister Hubertus Heil ehrt Martin Riquero, Vorbild der Weiterbildung 2021 in der Kategorie LERNENDE.
Bundesminister Hubertus Heil ehrt Karl-Heinz Saes, Vorbild der Weiterbildung 2021 in der Kategorie LEHRENDE.
Bundesministerin Anja Karliczek ehrt die Technische Akademie Nord (TAN), Vorbild der Weiterbildung 2021 in der Kategorie UNTERSTÜTZER.
Bundesministerin Anja Karliczek ehrt Ulrich Aengenvoort mit dem Sonderpreis Lebensleistung.

Das sind die Preisträger 2021

Kategorie »Lernende«

Martin Riquero

Martin Riquero (32) – Preisträger in der Kategorie „Lernende“

Martin Riquero (32) wurde in Spanien geboren, lebt und arbeitet heute in Paderborn. Im Hotel Aspethera ist der Hotelfachmann als Rezeptionist und Marketingassistenz tätig.
2014, als durch die Euro-Krise rund die Hälfte der spanischen Jugendlichen ohne Arbeit war, kam er nach Deutschland, um sich eine neue wirtschaftliche Existenz aufzubauen. Möglich wurde dies durch das Sonderprogramm „MobiPro-EU“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Beim Kolping-Bildungswerk erlernte er die deutsche Sprache und schloss 2017 seine duale Berufsausbildung ab. Heute kümmert er sich als anerkannter Ausbilder auch um die Qualifizierung von Nachwuchsfachkräften. Und er lernt weiter für sein Ziel: eine eigenes Hotel.

In seiner Laudation auf Martin Riquero sprach Ralph Brinkaus MdB dem jungen Spanier seine Bewunderung dafür aus, dass er in einer fremden Sprache in einem fremden Land und in einem nicht ganz einfachen beruflichen Umfeld so gut Fuß gefasst hat. «Der Weg, den Martin Riquero in seiner Wahlheimat Deutschland inzwischen zurückgelegt hat, ist durch festen Willen, Flexibilität, Mobilität, Mut, Fleiß und Durchhaltevermögen gekennzeichnet.», lautet das Fazit des Deutschen Weiterbildungstages.

Exposé Video-Porträt Laudation Preisverleihung

Kategorie »Lehrende«

Karl-Heinz Saes

Karl-Heinz Saes (67) – Preisträger in der Kategorie „Lehrende“

Karl-Heinz Saes (67) war 1976 mit 23 Jahren der jüngste Meister der Bundesrepublik, bildete bald schon selbst erfolgreich Nachwuchsfachkräfte aus und engagierte sich als Prüfer bei der IHK. Als Ausbilder bei TÜV NORD Bildung entwickelte er sich zum bundesweit gefragten Experten für Hochvolttechnik. Inzwischen sind seine Schulungen durch seinen unermüdlichen Einsatz und seine Kreativität auch online möglich. Nach 53 Jahren beruflicher Erfahrung gibt Karl-Heinz Saes sein Know-how jetzt an die nächste Dozentengeneration weiter.

Kurt Sigl, Präsident des Bundesverbandes der Elektromobilität (BEM), hielt die Laudation auf Karl-Heinz Saes. „Für die Entwicklung junger Branchen wie der Elektromobilität braucht es Menschen, die als Vorreiter agieren und es verstehen, andere Menschen zu begeistern. So einer ist Karl-Heinz Saes“, würdigte er das Engagement des Enthusiasten. „Sein beeindruckendes und umfangreiches Wissen, insbesondere aber sein intensiver Einsatz für die Teilnehmer:innen seiner Schulungen, machen Karl-Heinz Saes zu einem echten Vorbild in der beruflichen Weiterbildung“, befand die Jury des Deutschen Weiterbildungstages.

Exposé Video-Porträt Laudation Preisverleihung

Kategorie »Unterstützer«

Die Technische Akademie Nord e.V. (TAN) engagiert sich seit fast 50 Jahren sehr erfolgreich im Bereich der gewerblich-technischen Aus- und Weiterbildung sowie in einer Vielzahl gemeinnütziger Projekte rund um die Themen MINT-Bildung und Chancengleichheit. Dabei ist ihr die Stärkung der beruflichen Aus- und Weiterbildung in MINT-Berufen eine echte Herzensangelegenheit. Den Preis für die TAN nahmen Geschäftsführerin Katja Buhs und Projektentwicklerin Isabella Sommer entgegen.

Katja Buhs (TAN)

Katja Buhs, Geschäftsführerin der TAN

Isabella Sommer (TAN)

Isabella Sommer, Projektentwicklerin der TAN

In ihrer Laudatio auf die TAN hob die Vorständin und Arbeitsdirektorin der TÜV Rheinland AG, Ruth Werhahn, den holistischen Ansatz der TAN hervor. „Sie setzen ganz früh an, gehen mit Projekten in die Schulen, gehen dann aber auch an die Ausbilder heran, die den digitalen Wandel in der Ausbildung gestalten müssen, und sie beraten die Unternehmen bei der Besetzung von MINT-Stellen.“ Sie würdigte den großen Beitrag der TAN für den digitalen Strukturwandel, die pragmatische Art der Verantwortlichen und die vielen praktischen Projekte. „Wir haben genug Menschen, die über das Thema reden. Sie machen einfach“, lobte sie das Engagement des TAN-Teams.

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Sonderpreis Lebensleistungen

Ulrich Aengenvoort

Ulrich Aengenvoort erhielt den Sonderpreis Lebensleistung

Ulrich Aengenvoort ist langjähriger Verbandsdirektor des Deutschen Volkshochschul-Verbands e.V. (DVV). Er hat sich nahezu zwei Jahrzehnte für die Stärkung der Weiterbildung als „vierte Säule des Bildungssystems“ engagiert und ist für eine stetige Verbesserung der Rahmenbedingungen des Lebenslangen Lernens eingetreten. Ulrich Aengenvoort gelang es, eine gemeinsame Plattform der beruflichen, politischen, kulturellen und allgemeinen Erwachsenenund Weiterbildung in Deutschland zu schaffen, die bis heute trägt.

Die besonderen Verdienste des Preisträgers würdigte auch Dr. Ernst Dieter Rossmann MdB in seiner sehr persönlich gehaltenen Laudatio auf Ulrich Aengenvoort. „Es gilt jemanden zu ehren, der ein Marathonmann ist, ein Marathonmann in seiner Ausdauer für eine Sache, die ihn immer bewegt hat – die Weiterbildung“, stellte er Ulrich Aengenvoort vor. Er charakterisierte ihn als einen „der nicht schnackt, sondern anpackt“ und dankte ihm als Mitweiterbildner, als Volkshochschulvorsitzender, als Abgeordneter und Volksvertreter, aber auch menschlich und als Freund für sein unermüdliches Wirken als Botschafter der Weiterbildung.

Exposé Video-Porträt Laudation Preisverleihung

Das war die Ausschreibung

Kategorie „Lernende“ (1 Preisträger)
Gesucht wird ein Mensch, der durch persönliches Schicksal längere Zeit vom Erwerbsleben „abgehängt“ war, durch Weiterbildung aber die erfolgreiche (Wieder-) Eingliederung in den Arbeitsmarkt geschafft und Entwicklungschancen genutzt hat („Zweite Chance“)  o d e r  ein(e) Zuwanderer(in) aus der EU oder einem Drittland, der/die dank einer Weiterbildungsmaßnahme besonderes schnell und erfolgreich auf dem Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft Fuß fassen konnte („Integration und Aufstieg durch Bildung“).

Kategorie „Lehrende“ (1 Preisträger)
Gesucht wird ein(e) Dozentin(in), der/die Fachlichkeit und Sozialkompetenz in besonderer Weise verkörpert und vermittelt und dadurch zu überdurchschnittlichen Lernergebnissen bei den Lehrgangsteilnehmer*innen beiträgt („Kompetente/r Dozent/in“)  o d e r  ein(e) Lehrgangsleiter(in), der/die innovative Konzepte und Lernmittel (Technologien) einsetzt und dadurch die Wissen, Fertigkeiten und Kompetenzen besonders praxisnah – auch und gerade unter Corona-Bedingungen – vermittelt („Innovative Weiterbildung“).

Kategorie „Unterstützer“ (1 Preisträger)
Gesucht wird ein(e) Unternehmer(in), welche(r) besondere Maßnahmen zur Förderung der Weiterbildungsbeteiligung und Know-how-Sicherung im Betrieb ergreift und so dem Fachkräftemangel durch Eigeninitiative, Kreativität und finanzielles Engagement wirkungsvoll begegnet („Vorbildliches Unternehmen“)  o d e r  ein „öffentliche Person“ (Politiker, Wissenschaftler, Journalist, etc.), oder einemOrganisation (Institution, Verein, Kampagne etc.), welche sich für die Stärkung der Weiterbildung als „vierte Säule des Bildungssystems“ langjährig engagiert und durch ihr Reden und Handeln für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen eintritt („Couragierte öffentliche Stimme“).

Nominierung & Auswahl der Preisträger

Vorschläge konnten bis zum 15. Dezember 2020 per E-MaiI eingereicht werden. Aus allen Einsendungen, die bis zum Stichtag vorlagen, traf die Jury am 17. Dezember ihre Wahl. Zusätzlich vergab sie einen Sonderpreis Lebensleistung.
Wie immer hat sich die Jury die Entscheidung nicht leicht gemacht. Denn viele der eingereichten Personen und Projekte hätten den Sieg verdient. Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Nominierten für ihr Engagement und wünschen für die Zukunft alles Gute.